EDA-Monitoring

Selbstauskünfte von Menschen sind aus mehreren Gründen notorisch falsch oder verzerrt. Meist sind Sie sich Ihrer Einstellungen, Affekte und Emotionen nicht bewusst (beispielsweise bei unterschwelligen Reizen), wollen sie nicht wahrhaben (widersprechen ihrem idealen Selbst), oder wollen sich gut darstellen (soziale Erwünschtheit). Die EDA-Messung gehört momentan zu den genauesten Methoden, um menschliche Reaktionen objektiv zu messen.

Empfehlungen für EDA-Monitoring

  • EDA Messung im Alltag
  • EDA-Langzeitmessung (≥24 h)
  • EDA-Kurzzeitmessung ( ̴ 5 min)
  • EDA- und Aktivitäts-Messung
  • EDA- und Herzratenvariabilitäts-Messung
  • EDA und Interaktives Ambulantes Assessment (IAA)

Sie interessieren sich für das Thema EDA-Monitoring? Ausführlichere Informationen finden Sie hier!

Ambulatory Assessment

Over the next few months we're going to be running a few long form articles on the news blog along with our regular news updates and product launches. For the first series of articles, we're going to talk a little bit about the origins of Ambulatory Assessment, it's development with technological advances, and some of the exciting future research possibilities that it allows. We hope you enjoy!

Ambulatory Assessment

A short summary of the current methodologies

Studying people in their natural habitat is no longer exclusively the domain of anthropologists in the wild. The jungle and the savannah no longer resemble the day to day experiences of modern urban dwelling homo-sapiens. However the legacy of our past is still locked within our psyche, and unravelling our psychological nature involves researchers utilizing new methods to delve deeper in to our minds and bodies.

The overarching ‘umbrella’ for all of the following research methods is Ambulatory Assessment. Whether you’re performing an Ecological Momentary Assessment or Experience Sampling study, they fall within the scope of Ambulatory Assessment.

The core idea of Ambulatory Assessment is to track parameters outside of the laboratory or clinic. Using electronic diaries and/or physiological sensors, researchers can cast aside the inaccuracy of patient reporting and gain valid real time or near real time data. Data not contaminated by the fallibility of participant recollection or miss reporting, and this allowed researchers a purer glimpse of the “… rich information about the daily lives of individuals who may be studied or treated by clinical scientists and mental health professionals.” (Trull & Ebner-Priemer, 2013)

The best and most concise definition of Ambulatory Assessment comes from the Society for Ambulatory Assessment website:

“Ambulatory Assessment comprises the use of field methods to assess the ongoing behavior, physiology, experience and environmental aspects of people in naturalistic or unconstrained settings. Ambulatory Assessment uses ecologically-valid tools to understand biopsychosocial processes as they unfold naturally in time and in context.”

Whilst Experience Sampling and Ecological Momentary Assessment and Daily Diary Studies are components of Ambulatory Assessment, this term often conjures Physiological Monitoring to mind. Research papers that cite Ambulatory Assessment in their keywords often utilize accelerometers, ECG, and other physiological parameters as the core data in their study.

So that brings us on to Ecological Momentary Assessment and Experience Sampling, two of the key components of Ambulatory Assessment, and just like Ambulatory Assessment, Ecological Momentary Assessment doesn’t really sound that catchy. Now, there’s a subtle difference between EMA and Experience Sampling. First I’ll pass it over to Reed Larson and Mihaly Csikszentmihalyi to recite the abstract from their 1983 article that defined the Experience Sampling Method:

“…the Experience Sampling Method (ESM), a research procedure that consists of asking individuals to provide systematic self-reports at random occasions during the waking hours of a normal week....The ESM obtains information about the private as well as the public aspects of individuals' lives, secures data about behavioral and intrapsychic aspects of daily activity, and obtains reports about people's experiences as they occur, thereby minimizing the effects of reliance on memory and reconstruction.”

Whilst gathering information from people during their daily lives is the primary role of Experience Sampling, the term has become used to describe gathering subjective data over time even within the laboratory or clinical setting. Now, let’s get back to Ecological Momentary Assessment. To perform great craftsmanship, a tradesman requires good tools, and for the researcher Ecological Momentary Assessment (EMA) is an incredibly powerful longitudinal study tool for harnessing subjective data in day to day life. The subtle difference between EMA and ESM (experience sampling methodology) lies in the origins of the two methods. EMA emerged out of the field of behavioral medicine, and as a result often includes physiological parameters or health related questions, and is primarily performed in a person’s day to day normal environment.

In the next part of this series, we’ll delve in to the advantages and drawbacks of Ambulatory Assessment, and discuss the impact of developing technology.

Studientagebuch (VII)

SedentaryMood-Study (Teil VII)

Folgender Beitrag ist Teil einer Serie zur "SedentaryMood-Study".

Im letzten Beitrag wurde die praktische Umsetzung der Studiendurchführung beschrieben. Im folgenden und letzten Blogbeitrag wird nun das Ergebnis der Studie dargestellt.

Ergebnis

Die Ergebnisse geben zu erkennen, dass ein bedeutsamer negativer Einfluss auf die Stimmungsdimension Wachheit-Müdigkeit und auf die Gute-Schlechte-Stimmung vorliegt. Allgemein formuliert bedeutet dies, dass sedentäres Verhalten zu einer höheren Müdigkeit beiträgt. Besonders negativ wirken sich dabei sedentäre Einheiten (≥ 30 Minuten), in denen keine Unterbrechung stattgefunden hat, im Vergleich zu unterbrochenen Einheiten aus.
In Bezug auf die Gute-Schlechte-Stimmung verweisen die Ergebnisse ebenfalls auf einen bedeutsamen negativen Einfluss der sedentären Zeit. Dies bedeutet, dass die sedentäre Zeit zu einer schlechteren Stimmung beitragen kann. Besonders negativ wirken sich sedentäre Einheiten (≥ 30 Minuten), im Gegensatz zu unterbrochenen sedentären Einheiten, auf die Gute-Schlechte-Stimmung aus.

Empfehlungen und bewährte Methoden zur Messung von „Sedentary Behavior“

“Sedentary behavior” ist als sitzen oder liegen mit geringem Energieumsatz definiert (SBRN, 2012). Jedoch können rein mit dem Energieumsatz keine verlässlichen Aussagen über die Körperhaltung (sitzen vs. stehen) getroffen werden. Daher muss gleichzeitig die Erfassung der Körperposition erfolgen (Holtermann, et al., 2017).

Vorschläge für valide und reliable Erfassung von „sedentary behavior“

  • Lösung 1: Geringe körperliche Aktivität entspricht „sitzen“

    Sitzen soll gemessen werden und es ist bekannt, dass zum Beispiel in einem Büro die Angestellten ihre Arbeit ausschließlich sitzend verrichten. Somit kann angenommen werden, dass geringe körperliche Aktivität „sitzen“ entspricht. In diesem Fall kann der Aktivitätssensorensor Move 3 an der Hüfte getragen werden. Allerdings ist dadurch nur eine grobe Abschätzung von “sedentary behavior“ möglich.

  • Lösung 2: Unterscheidung zwischen sitzen/liegen & stehen

    In diesem Fall wird der Aktivitätssensor Move 3 am Oberschenkel befestigt – basierend auf verschiedenen Winkeln der Beschleunigungsachsen ist es möglich zwischen sitzen/liegen & stehen zu differenzieren. Jedoch ist es nicht möglich zwischen sitzen und liegen zu unterscheiden (Byrom, Stratton, McCarthy, & Muelhausen, 2016).

  • Lösung 3: Erfassung von „sedentary behavior-Veränderungen“ und der Intensität der körperlichen Aktivität

    In diesem Fall ist es notwendig sowohl die Körperposition, als auch den Energieumsatz zu erfassen. Dies ist möglich, in dem ein Aktivitätssensor Move 3 am Oberschenkel (sitzen/liegen vs. stehen) befestigt wird und ein Aktivitätssensor Move 3 am Oberkörper oder der Hüfte (stehen/sitzen vs. liegen) um den Energieumsatz zu bestimmen (Holtermann, et al., 2017).

  • Lösung 4: Erfassung von „sedentary behavior-Veränderungen“ mit zusätzlicher statischer Belastung

    In diesem Fall bietet die Verwendung des EcgMove 3 zusätzliche Daten zur Bestimmung des Energieumsatzes. Ein Aktivitätssensor Move 3 wird am Oberschenkel (sitzen/liegen vs. stehen) und der EKG-und Aktivitätssensorensor EcgMove 3 am Oberkörper (stehen/sitzen vs. liegen) angebracht. Diese zusätzliche Aufzeichnung des EKG-Signals ermöglicht es den Energieumsatz während statischen Tätigkeiten besser abzuschätzen aufgrund der linearen Beziehung zwischen kardiorespiratorischem Stress und des Energieumsatzes (Holtermann, et al., 2017).

  • Lösung 5: Erfassung von „sitzen“ und subjektiver Parameter

    Sollte eine Intervention nötig sein oder zusätzliche subjektive Parameter erhoben werden, besteht die Möglichkeit, einen Fragebogen über die Experience Sampling Plattform movisensXS mittels SensorTriggers während sitzenden Tätigkeiten zu triggern. Dieser Trigger erscheint z.B. 30 Minuten nachdem sitzen detektiert wurde auf dem Smartphone. Dadurch ist es möglich mehr detailliertes Feedback und somit genauere Einblicke in den Alltag von Probanden zu erhalten.

Schulungen im Hause movisens

Durch unseren Umzug haben wir uns räumlich stark vergrößert. Dadurch haben wir nicht nur die Möglichkeit unser Team langfristig zu vergrößern, sondern haben durch die neuen Räumlichkeiten auch die Möglichkeit Schulungen im Hause movisens anzubieten! Unsere Büroräume erlauben es, mehrere Interessenten einzuladen und gezielt zu dem Thema des (Interaktiven) Ambulanten Assessments/Mobilen Monitorings zu schulen. Durch eine Schulung können wichtige Grundlagen vermittelt werden und bereits zahlreiche Fragen im Voraus geklärt werden, so dass bei der anschließenden Studiendurchführung keine weiteren Probleme auftreten werden. Die Schulungen werden sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Teil beinhalten.

Wenn Sie Interesse an einer Schulung haben, kontaktieren Sie uns doch einfach unter info@movisens.com. Wir werden in absehbarer Zeit auch mögliche Termine für Schulungen bei uns im Hause bekanntgeben!

ACHTUNG: Wir sind umgezogen!

Wichtige Information: unsere Anschrift hat sich geändert!

Unsere neue Adresse lautet:

movisens GmbH
Augartenstraße 1
76137 Karlsruhe

Bitte alle Post ab sofort nur noch an diese Adresse verschicken!

5. Konferenz der Society for Ambulatory Assessment

Die zweijährig stattfindende Koferenz der Society for Ambulatory Assessment findet dieses Jahr zum fünften Mal statt. Tagungsort wird vom 15. bis 17. Juni 2017 die Universität Luxemburg sein. Diese Konferenz bietet allen Forschern, die auf dem Gebiet des ambulanten Assessments/Mobile Monitoring tätig sind, sich über neue Forschungsergebnisse und -Methoden zu informieren und sich gegenseitig auszutauschen. Auch die Keynotes von den Koryphäen Paul Wallace, Christoph Thuemmler, Arthur Stone oder Donna Spruijt-Metz stellen ein Highlight der Konferenz dar!
movisens wird auf dieser Konferenz nicht nur als Sponsor auftreten, sondern auch zwei Workshops durchführen, welche Sie auf keinen Fall verpassen sollten:

- Donnerstag, 15.06.2017 - 8.30 Uhr - Room 4.020, 4th floor: "Mobile sensing for ambulatory assessment - technological possibilities and applications"
- Samstag, 17.06.2017 - 11.00 Uhr - Room 4.520, 4th floor: "Physiological sensors for interactive ambulatory assessment"

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer und anregende Diskussionen rund um das Thema des ambulanten Assessments!

Colloquium: Ambulatory Assessment to investigate physical activity and mood

Am 19. Juni 2017 findet in Karlsruhe, am Karlsruher Institut für Technologie ein Kolloquium zu dem Thema "Ambulatory Assessment to investigate physical activity and mood" statt. Vorträge von namhaften Gästen wie z.B. Genevieve Dunton von der University of Southern California oder Jutta Mata von der Universität Mannheim beschäftigen sich mit Themen der Gesundheit, körperlicher Aktivität sowie dem mobilen Monitoring im Alltag bzw. dem Ecological Momentary Assessment. Zahlreiche der vorgestellten Studien wurden u.a. mit Equipment von movisens durchgeführt. Daher werden einige Mitarbeiter von movisens ebenfalls an dieser Veranstaltung teilnehmen. Dieses Kolloquium stellt eine gute Möglichkeit dar, neue Forschungsansätze zu diskutieren, zu enwickeln und zu planen. Gerne unterstützen wir Sie bei Ihren weiteren Forschungsvorhaben. Sprechen Sie uns doch einfach darauf an!

Unsere Distributoren

Als ein weltweit führendes Unternehmen für Lösungen im ambulanten Assessment baut movisens sein Vertriebsnetzwerk stetig aus, und freut sich, ihnen neue Partner vorstellen zu können, die den Vertrieb unserer Produkte unterstützen.

Eine Übersicht über unsere Distributoren finden sie hier.