EMIcompass

Die Abteilung Public Mental Health des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit Mannheim führt aktuell mehrere Studien durch, in denen innovative ambulatorische Verfahren wie Ecological Momentary Assessment (EMA) und Ecological Momentary Interventions (EMI) zum Einsatz kommen.

Die Studie „EMIcompass – ein mobiles Training für den Umgang mit Gefühlen“ untersucht Jugendliche auf erhöhte emotionale Stressreaktivität. movisens unterstützte das EMIcompass Projekt von Professor Dr. Uli Reininghaus, Abteilungsleiter am ZI Mannheim, im Rahmen einer kundenspezifischen Entwicklung des Experience Sampling.
Neben der Implementierung komplexer Interventionsschematas wurde eine Gamification-Komponente entwickelt, über die Probanden für das Durchführen von Interventionen Punkte sammeln und in Levels aufsteigen können. Weiter wurde es ermöglicht Texte in Item-Formaten farblich zu gestalten und komplexere Sichtbarkeitsregeln von Item-Formaten zu definieren. Darüber hinaus erlaubt ein neues ColorPickerItem, dass der Proband eine Farbe auswählen kann.
Über einen Mutable Value Editor ist es mittlerweile möglich, Mutable Values im Laufe einer Studie einzusehen und zu editieren um zum Beispiel Studienarme zur Studienlaufzeit einzustellen. Zudem wurde movisensXS um eine Funktion erweitert, die es ermöglicht, Fragebogen zum Testen unabhängig vom Sampling Schema zu starten.
Innerhalb der EMIcompass-Studie wurden viele Übungen definiert, die der Proband bei Bedarf starten kann. Um diese manuelle Startfunktion auf dem Home-Bildschirm von movisensXS übersichtlich zu gestalten wurde eine Möglichkeit definiert um ähnliche Übungen zu gruppieren und diese bei Bedarf aufklappen und starten zu können.

Therapy Builder

Das KMU-Projekt "Therapy Builder" ist vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligt worden und somit an den Start gegangen.
Nähere Informationen zu den Projekt-Inhalten und -Partnern erfahren Sie unter Therapy Builder

CoCA Projekt

CoCA - Comorbid Conditions of Attention deficit / hyperactive disorders

Das CoCA-Projekt beinhaltet die Implementierung und Pilotierung von “m-Health“ (mobile-Health) Ansätzen zur Beobachtung und Förderung des chronobiologischen Rhythmus und körperlicher Aktivität bei ADHS mit komorbiden Krankheitsfaktoren.

Zusammen mit einem Forschungsteam aus ganz Europa werden die Merkmale und körperlichen Funktionen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) untersucht um zu verstehen, welche Krankheiten zusammen mit ADHS auftreten, und neue Wege finden, um ADHS zu behandeln und Begleiterkrankungen zu verhindern.

Das Institut für Sport und Sportwissenschaft des KIT, entwickelte im Rahmen des CoCA-Projekts in Zusammenarbeit mit movisens ein m-Health-System. Dies generiert individualisiertes Feedback und sendet Erinnerungen zur aktuellen Behandlung, um somit die Teilnehmer mehr für die Übungen der Intervention und auch für die Lichttheraphie zu motivieren.

Darüber hinaus beinhaltet das m-Health-System klassische e-Diary-Komponenten, Überwachung der Therapiedurchführung und Videoclips als Übungsmodul. Weiter werden die Beschleunigungsdaten mit dem LightMove3, einem Beschleunigungssensor mit integriertem Lichtsensor, am Handgelenk erfasst und analysiert.

Die erfassten Daten werden über Bluetooth an ein Smartphone/Server übertragen und in Echtzeit verarbeitet. Daraufhin werden motivierende Rückmeldungen zu den ausgeübten Aktivitäten automatisch generiert und zurück an das Smartphone des Teilnehmers gesendet.

Das CoCA-Projekt zeigt die Expertise von movisens in der Datenanalyse eines komplexen EMA mobile sensing study settings.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Förderprogramms European Union´s Horizon 2020 Forschung- und Innovations Nr. 667302 bezuschusst.

BipoLife Studie

BipoLife A3 - ein Smartphone basiertes ambulantes Monitoring von Frühwarnsymptomen einschließlich echtzeitdatenabhängiger therapeutischer Intervention in der Langzeitbehandlung der Bipolaren Störung.

Die BipoLife A3 Studie ist Teil eines Verbunds bestehend aus fünf unabhängigen Studien und zwei übergreifenden Projekten. In zwei Studien, die sich mit neuartigen Therapien beschäftigen, wird einerseits eine innovative Form der Psychotherapie und anderseits eine moderne Form des ambulanten Monitorings mittels Smartphone erprobt.

Dieses hoch innovative Projekt erfolgt in Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) welches in Zusammenarbeit mit movisens bereits eine Vielzahl von Studien zum ambulanten Monitoring psychischer Erkrankungen erfolgreich durchgeführt hat.

Jeder Teilnehmer installiert auf seinem Smartphone eine mobile Anwendung (movisensXS), die während der gesamten Interventionsphase Daten aufzeichnet. Die App zeichnet kontinuierlich den Standort (unter Verwendung der GPS- und WLAN-Standortdaten des Smartphones), Schritte und Kommunikationsmuster (Länge und Art der Telefonanrufe oder Nachrichtenaktivitäten) sowie die allgemeine Smartphone-Nutzung (Online-Zeiten, Anzeigeaktivität usw.) der Teilnehmer auf.

Anhand der Bewegungsdaten und des Kommunikationsverhaltens (Anzahl Gespräche, nicht aber Inhalte) von Personen mit einer Bipolaren Störung, soll ermittelt werden, ob sich diese Daten zur verbesserten Vorhersage erneuter manischer Episoden eignen.

BiPoLife-Projekte zeigen die movisens Expertise bei der Entwicklung und Durchführung komplexer EMA / Mobile-Sensing-Studien für die klinische Therapie von Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen

PEZ – Studie

Das ZI (Zentralinstitut für Seelische Gesundheit) Mannheim führt eine Pilotstudie "PEZ Studie" zur Wirkung von Umweltfaktoren auf das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit durch. Im Rahmen der PEZ-Studie werden die Zusammenhänge von Umgebungsbedingungen, Alltagsstressoren und Persönlichkeitseigenschaften untersucht, um Mechanismen zu erkennen, die Menschen langfristig widerstandsfähing oder anfällig für psychische Erkrankungen machen. Mit Hilfe mobiler Geräte werden alltägliche Bewegungsmuster auf satellitengestützten Karten ermittelt und mit per Smartphone durchgeführten Fragen (movisensXS) zur Befindlichkeit im Alltag kombiniert. Zudem werden neben Ambulantem Assessment auch Gewebeproben analysiert und bildgebende Verfahren eingesetzt.

PBS – Projekt

Interactive Ambulatory Assessment Study: Physical Activity & Major Depression

Im Rahmen einer Studie des Lehrstuhls für Angewandte Psychologie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) erhalten Studierende, die die Psychotherapeutische Beratungsstelle Karlsruhe (PBS) aufgrund von Beschwerden im depressiven Spektrum aufsuchten, neben psychologischer Betreuung ein Bewegungstreatment (10-wöchiges strukturiertes Laufprogramm). Das Ziel der Studie ist die Untersuchung der Veränderung von Stimmung durch Bewegungs-/Sportinterventionen, wobei insbesondere der Zusammenhang zwischen Bewegung und Stimmung im Alltag vor und nach dem Treatment interessiert. Für diese Art der Bewegungs- und Stimmungsmessung im Alltag prädestiniert sich die Methode des interaktiven ambulanten Assessments (IAA), die 2013 von Ebner-Priemer et al. in der Veröffentlichung „Interactive multimodal ambulatory monitoring to investigate the association between physical activity and affect“ beschrieben wurde.

Für das o.g. Projekt wird die neue movisens-Lösung angewandt. Diese besteht aus dem Move 3 (Aktivitätssensor), der via Bluetooth Low Energy mit einem Smartphone verbunden ist. Auf diesem Smartphone läuft eine APP, die die letzten 10 Minuten  der Bewegungsaktivität des Probanden analysiert. Mittels eines Algorithmus (vgl. hierzu im Detail Ebner-Priemer et al., 2013), werden die Bewegungsepisoden des Probanden mit hoher und niedriger Aktivität erkannt, und bei Über-/Unterschreiten adaptiver Schwellen e-diary-Abfragen auf dem Smartphone gestartet (via movisensXS). Für den Fall, dass der Proband den Trigger nicht hört, wird er mit einstellbarer Lautstärke und Vibration des Smartphones mehrfach darauf hingewiesen, um ein Versäumnis von Abfragen und etwaige daraus resultierende Missings zu vermeiden. Darüber hinaus wird der Proband alarmiert, sofern Smartphone und Sensor zu weit voneinander entfernt werden. 

Interactive Ambulatory Assessment – Project

Dr. Verkuil & Dr. Brosschot from Leiden University use heart rate variability (HRV), to investigate the impact of psychological stress on physiological stress. It is therefore important to measure psychological stress at moments when people are likely physiologically stressed. In their project, all periods of HRV that are not explained by physical activity will be detected. Each non-metabolic induced HRV decrease period will trigger a smartphone app that asks subjects to indicate what they are currently thinking and doing and how they are currently feeling. The aim of this study is to test if stress cognition is increased during periods of HRV decrease compared to random neutral episodes. Leiden University realizes this highly innovative project using movisens ecgMove and movisensXS.

Professing – Projekt

Die Zielsetzung des Professing - Projekts ist die Entwicklung und Implementierung sowie Evaluierung eines umfassenden technologiebasierten Ansatzes zur nachweislichen Förderung von professionsspezifischen Sozial- und Selbstkompetenzen - unter der Berücksichtigung differentiellpsychologischer Aspekte - im ingenieurwissenschaftlichen Studium. Mit dem Einsatz von movisensXS ist ein interaktiver Informationsaustausch zwischen Studienleiter und Teilnehmer als Instrument zum Selbstmonitoring und - management möglich.

MobEDA – Projekt

Mobiles EDA-Monitoring für interaktive, emotionsbasierte Anwendungen!
Das Ziel der MobEDA-Projekts ist die Entwicklung einer Lösung zur echtzeitnahen Erfassung des psychophysiologischen Nutzerzustandes im Feld, bestehend aus einem einfach zu benutzenden mobilen Sensorsystem zum belastungsfreien Monitoring Elektrodermaler Aktivität (EDA), Embedded-Klassifikation der EDA in emotionale Erregung, sowie einer emotionsbasierten Mensch-Maschine-Schnittstelle für erweiterte Anwendungen der Mensch-Technik- Interaktion. Das MobEDA Projekt führt movisens in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Informatik FZI durch. Das Projekt wird vom BMWi gefördert.

PICADO – Projekt

Innerhalb des PICADO Projekts sollen innovative Technologien entwickelt werden mit welchen man eine Infrastruktur für Homemonitoring schaffen möchte. Gleichzeitig soll damit überprüft werden wie sich Homemonitoring auf die Lebensqualität chronisch kranker Patienten auswirkt. movisens hat für das PICADO Projekt den Move3, einen Langzeit-Aktivitäts- und Hauttemperatursensor mit Bluetooth Low Energie (Bluetooth Smart) Funkschnittstelle, entwickelt. Die gemessenen und vorverarbeiteten Daten werden über ein Bluetooth Smart/GSM-Gateway an eine Webplattform übertragen.