Wenn Roboter Halt geben: Wie ältere Menschen Berührungen bei der Gehführung erleben

Können humanoide Roboter ältere Menschen sicher und angenehm beim Gehen begleiten?
Und welche Form des Körperkontakts vermittelt dabei Vertrauen, ohne zusätzlichen Stress auszulösen?

Diesen Fragen geht die aktuelle Preprint-Studie “Effects of Robotic Touch on Older Users During Walking Guidance by a Humanoid Robot” von Leonie Leven und Kolleg des Karlsruher Institut für Technologie nach.

Physiologische Reaktionen objektiv erfassen
Hierfür kamen zwei Forschungssensoren von movisens zum Einsatz:
  • Der EcgMove 4 zeichnete ein einkanaliges EKG mit einer Abtastrate von 1.024 Hz auf. Aus den Daten wurden die Herzfrequenz sowie die Herzratenvariabilitätsparameter RMSSD und pNN50 bestimmt.
  • Der EdaMove 4 erfasste die elektrodermale Aktivität über zwei Ag/AgCl-Elektroden mit einer Abtastrate von 32 Hz. Analysiert wurden das Hautleitfähigkeitsniveau, die Anzahl der Hautleitfähigkeitsreaktionen und deren mittlere Amplitude.

Sanfter Kontakt wird positiv bewertet
Die EKG-Daten zeigten während der Roboterinteraktion eine leichte Tendenz zu höherem Stress: Die Herzfrequenz stieg geringfügig, während die untersuchten HRV-Parameter leicht zurückgingen.
Bei der elektrodermalen Aktivität zeigte sich in einzelnen kontaktbasierten Bedingungen eine geringfügig erhöhte Reaktionsamplitude gegenüber der kontaktlosen Führung.
Das subjektive und verhaltensbezogene Bild fiel insgesamt positiv aus. Besonders das Festhalten am Roboter und das Auflegen des Unterarms wurden mit größerer wahrgenommener Sicherheit, mehr Vertrauen und höherem Komfort verbunden. Die Ergebnisse sprechen somit dafür, dass ältere Menschen eine sanfte und stabile Berührung bei der robotischen Gehführung eher bevorzugen als eine rein kontaktlose Begleitung.

Mehrdimensionale Forschung unter realitätsnahen Bedingungen
Die Studie verdeutlicht den Mehrwert einer multimodalen Untersuchungsstrategie. Fragebögen allein können bewusste Bewertungen und soziale Erwünschtheit widerspiegeln. EKG und elektrodermale Aktivität ergänzen diese Angaben um kontinuierliche, weitgehend unwillkürliche physiologische Reaktionen.
Genau hier eröffnet das movisens-Portfolio vielfältige Möglichkeiten für die Forschung. Der EcgMove 4 verbindet EKG und körperliche Aktivität in einem mobilen System. Der EdaMove 4 kombiniert elektrodermale Aktivität mit Bewegungs- und Kontextinformationen. Rohdaten können damit nicht nur im Labor, sondern auch bei ambulanten Untersuchungen im Alltag erfasst werden. Über Bluetooth lassen sich ausgewählte Live-Parameter zudem mit der Experience-Sampling-Plattform movisensXS verbinden. So können beispielsweise Fragebögen oder Interventionen abhängig von physiologischen Veränderungen oder Aktivitätsereignissen ausgelöst werden.
Künftige Studien könnten auf dieser Grundlage untersuchen, wie sich die Akzeptanz assistiver Roboter über längere Zeiträume und in realen Pflege- oder Klinikumgebungen entwickelt. Die Kombination aus objektiven Biosignalen, Aktivitätsdaten und situativen Selbstauskünften bietet dafür eine besonders aussagekräftige methodische Basis.

robot offers support

Inklusive Forschung: Validierte Schwellenwerte für die Aktivitätsintensität bei jungen Nutzern manueller Rollstühle

Studie bestätigt Aktivitätssensor Move 4 für junge Rollstuhlnutzende
Eine Studie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg bestätigt erstmals die Eignung des Aktivitätssensors Move 4 zur Bewegungsanalyse bei Kindern und Jugendlichen, die manuelle Rollstühle nutzen. Die Untersuchung wurde im „Journal of NeuroEngineering and Rehabilitation“ veröffentlicht.

Das Forschungsteam validierte und kalibrierte den Sensor speziell für diese Zielgruppe. Dabei entwickelte es Schwellenwerte, mit denen sich unterschiedliche Aktivitätsintensitäten – von sitzendem Verhalten bis zu kräftigem Rollstuhlantrieb – zuverlässig unterscheiden lassen. Als Referenzgrößen dienten Herzfrequenz und Energieverbrauch. Die Ergebnisse belegen eine hohe Messgenauigkeit und -stabilität. Zusammen mit den neuen populationsspezifischen Schwellenwerten ermöglicht der Move 4 künftig eine objektivere Beurteilung des Bewegungsverhaltens. Damit schafft die Studie eine wichtige Grundlage für weitere Forschung zu inklusiver körperlicher Aktivität und Rehabilitation.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor war die enge Zusammenarbeit zwischen dem Forschungsteam und dem Technologieanbieter. Sie ermöglichte eine zuverlässige Datenerhebung und legte den Grundstein für die erfolgreiche Validierung des Systems. movisens freut sich, mit seiner Technologie zu innovativer und praxisorientierter Forschung beizutragen. Gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern treibt das Unternehmen die objektive Bewegungsanalyse voran und eröffnet neue Möglichkeiten für Forschung, Rehabilitation und evidenzbasierte Gesundheitsversorgung.


Child in Wheelchair

Von der Sensorik zur Forschungsinfrastruktur

Wenn heute über den Zusammenhang von Bewegung, Aktivität und Stimmung im Alltag geforscht wird, führt an movisens kaum ein Weg vorbei!

Was vor Jahren als Kombination aus wissenschaftlich validierter Sensorik und innovativer EMA-Technologie begann, hat sich zu einer etablierten Infrastruktur für die Verhaltens- und Gesundheitsforschung entwickelt. Weltweit setzen Forschungsteams auf movisens, um Erleben und Verhalten dort zu messen, wo sie tatsächlich stattfinden: im Alltag der Menschen.
Wie stark movisens inzwischen in diesem Forschungsfeld verankert ist, zeigt die aktuelle Meta-Analyse in Nature Human Behaviour. Die Arbeit bündelt Erkenntnisse aus einer Vielzahl von Studien zu Stimmungs-Bewegungszusammenhängen und gehört zu den bislang umfassendsten Analysen dieses Forschungsbereichs. Bemerkenswert dabei: Viele der einbezogenen Studien wurden mit movisens-Technologien durchgeführt.
Das ist mehr als eine hohe Verbreitung von Sensoren oder Apps. Es zeigt, dass sich über Jahre hinweg ein gemeinsames Forschungsökosystem entwickelt hat, in dem Daten vergleichbar, Methoden reproduzierbar und Erkenntnisse über Studien hinweg zusammenführbar werden.
movisens steht damit heute nicht nur für Sensorik oder EMA-Software. movisens steht für eine Forschungsinfrastruktur, die reale Verhaltens- und Erlebensprozesse im Alltag messbar macht. Eine Infrastruktur, die es ermöglicht, die Dynamik menschlichen Verhaltens außerhalb des Labors zu verstehen – und damit genau die Fragen zu beantworten, die für Prävention, mentale Gesundheit und personalisierte Interventionen immer wichtiger werden.
Wenn Forschung die Realität verstehen will, muss sie dort messen, wo Realität stattfindet. Genau dafür wird movisens heute weltweit eingesetzt.


circle of movisens

InteractionBuilder – jetzt verfügbar

Seien Sie unter den Ersten, die das ausprobieren, worüber bald alle sprechen werden!

Von einfachen Auswertungen bis hin zu komplexen Interventionen – erstellen Sie intuitive Abläufe mit dem movisens InteractionBuilder


InteractionBuilder

Neue Erkenntnisse zu Belastung und Leistung im Skeleton

Der EcgMove 4 eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Analyse der Herzfrequenzvariabilität (HRV) im Leistungssport.
Durch die kontinuierliche HRV-Messung erhalten Sportler wertvolle Einblicke in ihre Belastungssituation, die von allgemeinen Stresszuständen bis hin zu akuten Stressreaktionen reichen. Besonders interessant ist, dass die Daten nicht nur in Ruhephasen, sondern auch während des Trainings und im Wettkampf erfasst werden. Dies liefert realistische Erkenntnisse unter tatsächlichen Wettkampfbedingungen.
Entdecken Sie, wie Sie die HRV-Messung nutzen können, um wertvolle neue Erkenntnisse in Ihrem Bereich zu gewinnen.

HRV monitoring

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Es ist fast soweit – der App-Builder ist auf dem Weg!

Mit dem neuen App-Builder können Sie Interventionen für unsere Plattformen TherapyDesigner und InteractionDesigner ganz nach Ihren Vorstellungen entwerfen, testen und optimieren. Der App-Builder ermöglicht es Ihnen, Ihr gesamtes Studiendesign zu erstellen und genau zu sehen, wie es in Ihrer App aussehen wird.
Arbeiten Sie schneller. Bleiben Sie flexibel. Setzen Sie Ihre Forschungsansätze präziser und mit größerer Wirkung in der Praxis um.

Möchten Sie mehr erfahren oder haben Sie Fragen? Vereinbaren Sie jederzeit einen Beratungstermin.

Jetzt kostenlos zur Live-Demo anmelden

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SAS 2026

Affective Science in Aktion: Wo Präsenz Teil der Forschung ist

Wir präsentieren einige unserer innovativen Lösungen auf der Jahreskonferenz der Society for Affective Science vom 12. bis 14. März 2026 in Pittsburgh. Die SAS bringt Experten aus den Bereichen Medizin, Therapie, Technologie und Wissenschaft zusammen, um Lösungen für gesellschaftliche Probleme vorzustellen. Die Gastgeber nutzen die Lösungen von movisens und haben damit erstaunliche Ergebnisse erziehlt.
👉 Emotionen erleben. Lebensqualität verbessern. Die Zukunft gestalten.

Besonderes Highlight:

Präsentation unseres InteractionDesigners – einer Plattform zur Erstellung Ihrer mobilen Experience-Sampling-Studie für iOS und Android.
Freuen Sie sich auf Inspiration, konkrete Lösungen und Networking-Möglichkeiten.
Wir freuen uns darauf, viele bekannte Gesichter zu sehen, spannende Gespräche zu führen und neue Leute kennenzulernen!

Möchten Sie mehr über den InteractionDesigner erfahren?

InteractionDesigner



multiSENSE Forschungs-Projekt

Gebäude, Technologie & Hitze: Gesundheit schützen mit dem Forschungsprojekt multiSENSE

Im Forschungsprojekt multiSENSE arbeitet ein interdisziplinäres Team eng mit Pflegeeinrichtungen zusammen und nutzt modernste Technologien, um die Auswirkungen von Hitzewellen auf Gebäude und gefährdete Menschen besser zu verstehen.
Durch die Kombination von Erfahrungsberichten und objektiven Messungen von Menschen und Innenräumen verfolgt multiSENSE einen multimodalen Ansatz in der Hitzforschung.

Ein zentraler Bestandteil von multiSENSE ist die Kombination aus:
  • Erfahrungsberichten von Betroffenen, die Hitze in ihrem Alltag direkt erleben
  • Objektiven Messdaten, die mit modernsten Sensor- und Messtechnologien von movisens bei Menschen und in Räumen erhoben werden
Möchten Sie mehr über das multiSENSE-Projekt erfahren?

mulitSENSE



Wer ist der Gewinner des Studentenprojekts 2025? Wie lautet der Titel der Studie?

Gewinner des Studentenprojekts 2025 bekannt!

Wir sind stolz, den Gewinner des movisens-Studentenprojekts 2025 bekannt zu geben. Mit dieser Auszeichnung werden herausragende Innovation, Kreativität und praktische Relevanz gewürdigt.
Das Gewinnerprojekt des Jahres 2025 mit dem Titel “Embodied Experience of Fear – An Empirical Study on Female-Specific Safety in Urban Landscapes Using the Example of the City of Nürnberg,” wurde von Annkathrin Dilly von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt erstellt. Das Projekt überzeugte durch technische Exzellenz, Nachhaltigkeit und eine starke soziale Wirkung. Die Jury war sowohl von der klaren Problemidentifizierung als auch von der überzeugenden Vision und Umsetzung beeindruckt.
Der Wettbewerb „Student Project 2025” präsentierte eine Vielzahl inspirierender Ideen und zeigte, wie Studierende Technologie, Forschung und kreatives Denken kombinieren, um reale Herausforderungen anzugehen. Der Gewinn des „movisens Student Project Award” spiegelt nicht nur außergewöhnliche technische Fähigkeiten wider, sondern auch ein tiefes Verständnis für psychologische und physiologische Aspekte, gepaart mit zukunftsorientiertem Design.
Wir gratulieren Annkathrin Dilly und Prof. Dr. Bachinger herzlich zu dieser wohlverdienten Auszeichnung und freuen uns darauf, zu sehen, wie sich diese wichtige Forschung weiterentwickelt.

Herzlichen Glückwunsch auch an alle Teilnehmer und Mentoren, die das „Student Project 2025” zu einer bemerkenswerten Präsentation studentischer Innovationen gemacht haben.

Möchten Sie am Studentenprojekt 2026 teilnehmen?

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happy woman

Hört mal zu! (…und hört auch mal rein?)

KI-gestützte Erfassung sozialer Interaktionen ohne Audio-Speicherung

Soziale Interaktionen bilden einen zentralen Bestandteil der menschlichen Erfahrung. Wie kann man Interaktionen in der realen Welt beobachten, ohne die Privatsphäre der Teilnehmer zu verletzen?
Bei movisens richten wir unseren Blick sowohl auf die Bedürfnisse der Forschenden als auch auf die der Studienteilnehmer. Dabei müssen Sie sich keine Sorgen um den Datenschutz machen. Wir bieten die erste Datenschutz Grundverordnung-konforme Lösung, die die Privatsphäre der Teilnehmer im Alltag schützt und trotzdem die wichtigsten Informationen für die Forschung liefert.
Unsere neue Funktion in movisensXS ermöglicht die passive Erkennung sozialer Interaktionen. Diese Lösung trainiert ein Erkennungsmodell für den Teilnehmer und erkennt anschließend passiv, wann er spricht und mit seiner Umgebung interagiert – ganz ohne Aufzeichnung!
Dank dieser neuen KI-basierten Funktion werden keine Audiodaten gespeichert. Stattdessen werden alle Signale direkt auf dem Gerät analysiert.

Dadurch können unter anderem folgende Situationen erkannt werden:
- Gespräche, inklusive passender Momente, um nach dem Kontext zu fragen
- Lachen und Sprache als Hinweise auf positive soziale Interaktionen
- Kombinierte Audio-Bedingungen anhand eines logischen UND, das nur zutrifft, wenn beide Kriterien gleichzeitig erfüllt sind

Für alle, die tiefer ins Detail gehen möchten, gibt es zusätzlich die Möglichkeit, logische Klauseln zu nutzen. Damit lassen sich Bedingungen flexibel kombinieren oder voneinander trennen, um noch präzisere und besser strukturierte Daten zu erhalten.

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