Hört mal zu! (…und hört auch mal rein?)

KI-gestützte Erfassung sozialer Interaktionen ohne Audio-Speicherung

Soziale Interaktionen bilden einen zentralen Bestandteil der menschlichen Erfahrung. Wie kann man Interaktionen in der realen Welt beobachten, ohne die Privatsphäre der Teilnehmer zu verletzen?
Bei movisens richten wir unseren Blick sowohl auf die Bedürfnisse der Forschenden als auch auf die der Studienteilnehmer. Dabei müssen Sie sich keine Sorgen um den Datenschutz machen. Wir bieten die erste Datenschutz Grundverordnung-konforme Lösung, die die Privatsphäre der Teilnehmer im Alltag schützt und trotzdem die wichtigsten Informationen für die Forschung liefert.
Unsere neue Funktion in movisensXS ermöglicht die passive Erkennung sozialer Interaktionen. Diese Lösung trainiert ein Erkennungsmodell für den Teilnehmer und erkennt anschließend passiv, wann er spricht und mit seiner Umgebung interagiert – ganz ohne Aufzeichnung!
Dank dieser neuen KI-basierten Funktion werden keine Audiodaten gespeichert. Stattdessen werden alle Signale direkt auf dem Gerät analysiert.

Dadurch können unter anderem folgende Situationen erkannt werden:
- Gespräche, inklusive passender Momente, um nach dem Kontext zu fragen
- Lachen und Sprache als Hinweise auf positive soziale Interaktionen
- Kombinierte Audio-Bedingungen anhand eines logischen UND, das nur zutrifft, wenn beide Kriterien gleichzeitig erfüllt sind

Für alle, die tiefer ins Detail gehen möchten, gibt es zusätzlich die Möglichkeit, logische Klauseln zu nutzen. Damit lassen sich Bedingungen flexibel kombinieren oder voneinander trennen, um noch präzisere und besser strukturierte Daten zu erhalten.

Jetzt für den exklusiven Testzugang zur neuen movisensXS-Funktion bewerben



Projekt Blog – SCORES

Wie beeinflussen Emotionen unsere Entscheidungen?

Im Verbundprojekt SCORES – Sustainable Choices in Online and Real-world Economic Stress untersuchen Forschende, wie Emotionen Kaufentscheidungen im Alltag beeinflussen. Dank der Kombination aus Experience Sampling und physiologischer Messung liefert das Projekt neue Erkenntnisse über die Emotionsregulation bei nachhaltigem Konsum.

Ausgangssituation / Herausforderung

Nachhaltigkeit endet nicht beim Produkt – sie beginnt im Kopf. Doch wie treffen Menschen nachhaltige Entscheidungen, wenn sie emotional beansprucht sind, etwa beim Online-Shopping unter Stress? Die Forschung stand bisher vor der Herausforderung, echte Alltagsentscheidungen ökologisch valide zu erfassen – ohne die künstlichen Bedingungen des Labors.

Das Verbundprojekt SCORES

Titel: Sustainable Choices in Online and Real-world Economic Stress: Enhancing Emotional Regulation
Laufzeit: Januar 2025 – Dezember 2026
Leitung:
• Philipps-Universität Marburg – Prof. Dr. Dr. Martin Peper
• Karlsruher Institut für Technologie (KIT) – PD Dr. Dipl.-Psych. Simone Nadine Löffler
Förderung: Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV)

Das Projekt untersucht, welche emotionalen und physiologischen Mechanismen nachhaltige Konsumentscheidungen beeinflussen. Dabei werden Stress, Emotionsregulation und Selbstreflexion in realen Alltagssituationen erfasst.
SCORES Projektinformation

Lösung / eingesetzte Technologie

Um Emotionen, Selbstberichte, Kontextfaktoren und Verhalten in Alltagssituationen synchron zu erfassen, nutzt das Forschungsteam:
• die Experience Sampling Platform movisensXS, • kombiniert mit EcgMove 4 Sensoren zur Messung von Herzrate (ECG) und Bewegung.
Ein zentraler Bestandteil ist der Additional Heart Rate Trigger Algorithm (AHR), der auf der movisensXS App läuft. Der Sensor liefert kontinuierlich vorverarbeitete Herzfrequenz- und Bewegungsdaten via Bluetooth an die App. Dort analysiert der Algorithmus, ob ein Anstieg der Herzrate auf mentale oder emotionale Beanspruchung zurückzuführen ist – und löst in Echtzeit gezielte Experience-Sampling-Abfragen aus.
Sensorkopplung mit movisensXS

Methodik / Umsetzung im Detail

Das Projekt kombiniert Labor- und Feldansätze:
• Im Labor werden emotionale Reaktionen auf Konsumentensituationen standardisiert erfasst.
• Im Alltag liefern movisensXS und EcgMove 4 kontinuierliche Daten zu Herzrate, Bewegung und Stimmung.
• Sobald der AHR-Algorithmus emotionale Aktivierung erkennt, wird über die App eine Abfrage zur situativen Selbsteinschätzung ausgelöst.
Das Ergebnis: Hochauflösende, realitätsnahe Daten über das Zusammenspiel von Emotion, Verhalten und physiologischer Reaktion.

Technischer Hintergrund: Additional Heart Rate Trigger Algorithm (AHR)

Der AHR-Algorithmus erkennt, wenn ein Anstieg der Herzrate nicht durch körperliche Aktivität, sondern durch mentale oder emotionale Beanspruchung verursacht wird – den sogenannten non-metabolic oder additional heart rate-Anteil.
Dazu analysiert die movisensXS App kontinuierlich Herzfrequenz und Bewegungsintensität. Steigt die Herzrate stärker, als durch Bewegung erklärbar wäre, löst die App ein AHR-Ereignis aus und startet automatisch eine Experience-Sampling-Abfrage.
Der Algorithmus basiert auf den Arbeiten von Myrtek et al. (1988; 2001) zur Erfassung emotionaler EKG-Veränderungen und wurde für mobile Anwendungen optimiert. In Kombination mit den EcgMove 4-Sensoren und der Experience Sampling Plattform movisensXS erlaubt er eine präzise Verknüpfung von physiologischen Daten und subjektivem Erleben im Alltag.
AHR-Trigger-Algorithmus

Ergebnisse und Bedeutung

Mit Hilfe des AHR-Triggers kann das Forschungsteam emotionale Reaktionen zeitlich präzise identifizieren und im Alltag direkt erfassen. So wird erstmals möglich, emotionale Beanspruchung, Stress und Entscheidungsverhalten in Echtzeit zu koppeln – eine Basis für evidenzbasierte Empfehlungen im Verbraucherschutz und nachhaltigen Konsum.

Fazit & Ausblick

Das SCORES-Projekt zeigt, wie mobile Sensorik und Experience Sampling Alltagsforschung auf ein neues Niveau heben: wissenschaftlich präzise, ökologisch valide und alltagstauglich. Der Einsatz des AHR-Algorithmus erlaubt dabei die Erforschung emotionaler Prozesse bei nachhaltigen Entscheidungen.
Weitere Anwendungsbeispiele

Praktische Anwendungsfälle

Kann man beim Experience Sampling die Nutzung des Telefons als Auslöser nehmen?

Ja, Sie können eine Intervention basierend auf dem Verhalten des Smartphones auslösen.
Zum Beispiel kann ein Fragebogen oder eine andere Intervention aktiviert werden, nachdem soziale Medien für einen bestimmten Zeitraum genutzt wurden.
Diese Funktion nutzt die bestehenden Features von movisensXS und benötigt keine zusätzliche Hardware.

Im hier dargestellten Abfrage-Schema wird ein Trigger ausgelöst, wenn der Teilnehmer WhatsApp länger als 30 Sekunden am Stück verwendet.


Mehr zu den Anwendungsmöglichkeiten von movisensXS


sampling schema App usage

Warum ist movisens die erste Wahl für EMIs?

Ecological Momentary Interventions einfach durchzuführen - mit movisens

movisens bietet flexible Lösungen zur Umsetzung von EMI-Designs, die hinsichtlich Datenumfang und technischer Komplexität variieren können. Auslöser für Interventionen können Fragebogenantworten, Smartphone-Ereignisse oder Sensordaten sein – bis hin zu komplexen Serveranalysen mit historischen Daten.
Die Ergebnisse werden als Text-, Audio- oder Video-Feedback bereitgestellt, können automatisch generiert oder mit Gamification-Elementen angereichert werden.

Gibt es ein EMI-Forschungsprojekt, das mit movisens umgesetzt wird?
Schön, dass sie fragen!
Youthreach
App-basierte Ecological Momentary Intervention (EMI), d. h. ein digitales Trainingsprogramm, das Übungen für den Alltag anbietet. Die SELFIE-Intervention soll jungen Menschen helfen, ihr psychisches Wohlbefinden und ihr Selbstwertgefühl zu verbessern.

Empfehlungen für EMIs mit movisens



movisensXS FormTester

Tool für zuverlässige Fragebogentests

Haben Sie sich schon einmal gewünscht, Sie könnten Ihre Fragebögen vor der Veröffentlichung genau so testen, wie die Teilnehmer sie erleben würden?
Sie können!
Mit FormTester können Sie das Design Ihrer Abfragen bequem auf Ihrem Smartphone überprüfen. Sie können eine Vorschau Ihres Fragebogens anzeigen, Fragen beantworten, Verzweigungen testen und sicherstellen, dass alle Prozesse reibungslos funktionieren. So können Sie potenzielle Fehler frühzeitig erkennen und leicht Anpassungen vornehmen.
Das Beste daran:
Die Verwendung des FormTesters kostet keine Credits!

Jetzt FormTester testen



Girl with smartphone

VINNIE-Projekt

Interaktive und spielbasierte Technologien zur Förderung der psychischen Gesundheit im Kindesalter

movisens ist sehr stolz darauf, Partner des hochrelevanten Verhaltenstherapieprojekts VINNIE zu sein – einem KI-Spielzeug für Kinder und Jugendliche mit psychosomatischen Beschwerden. Ziel ist es, interaktive und spielbasierte Technologien zu entwickeln, um die psychische Gesundheit von Kindern zu fördern. movisens ist maßgeblich an der Entwicklung des gesamten technischen Systems beteiligt, insbesondere an der Integration der einzelnen Komponenten in einen funktionsfähigen Demonstrator unter Verwendung der TherapyDesigner-Plattform und einer Interaktions-API, die im Rahmen des Projekts entwickelt werden soll

VINNIE



Vinnie_Icon

Aktualisierung

Neue DataAnalyzer Version verfügbar

Der movisens DataAnalyzer ist eine modulare Software zur Sensordatenanalyse und Berichterstellung. In der neuesten Version des DataAnalyzers wurden MET- und EE-Modelle integriert, um eine Schätzung zu liefern, wenn die Sensoren am Oberschenkel oder Knöchel positioniert sind.

DataAnalyzer



DataAnalyzer Software, Box

Unterstützung

Technischer Support für optimale Betreuung

Um Ihnen den bestmöglichen Support zu bieten, verwaltet movisens alle technischen Anfragen über unseren offiziellen Support-Kanal:
support@movisens.com
Unser Support-Team hilft Ihnen bei allen Fragen rund um Mobile Sensing, Analytik, Experience Sampling sowie maßgeschneiderte digitale Gesundheitsforschung und koordiniert Ihre Anfragen schnell und effizient.
Wir freuen Ihnen zu helfen!

Support



New Wrist Band LightMove4

DMEA 2025

Besuchen Sie uns auf der DMEA

Wir freuen uns, Ihnen dieses Jahr auf der DMEA unsere innovativen digitalen Plattformen - InteractionDesigner und TherapyDesigner - vorzustellen und Ihnen verschiedene Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Sie digitale Präventions-, Diagnose- und Therapieangebote entwickeln und in die Praxis umsetzen können.
Nutzen Sie die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch und erfahren Sie mehr über die Vorteile unserer Lösungen. Gerne können Sie vorab einen Termin mit uns vereinbaren, damit wir uns Zeit für Ihre individuellen Fragen und Anforderungen nehmen können.

Jetzt Termin vereinbaren



Stand auf der DMEA

Die 5 häufigsten Fehler bei der HRV-Messung

Und wie Sie sie vermeiden können!

Die Herzfrequenzvariabilität (HRV) ist eine entscheidende Messgröße für das Verständnis der physiologischen Beanspruchung und Reaktion des autonomen Nervensystems (ANS), insbesondere des Parasympathikus. Für Forscher ist die korrekte Durchführung von HRV-Messungen von entscheidender Bedeutung, um qualitativ hochwertige und zuverlässige Daten zu erhalten. Einige häufige Fehler beeinträchtigen jedoch die Genauigkeit der HRV-Analyse. Werfen wir einen Blick auf diese häufigen Fehler und wie sie vermieden werden können!

1. Verwendung von Consumer-Geräten
Es ist verlockend, sich für Consumer-Geräte zu entscheiden, insbesondere wenn das Budget knapp ist. Diese Geräte entsprechen jedoch oft nicht den Standards, die für eine genaue HRV-Messung in der Forschung erforderlich sind. Sie sind in der Regel für den alltäglichen Gebrauch und nicht für den professionellen Einsatz konzipiert und bieten keinen Zugang zu den Rohdaten, was es schwierig macht, die Genauigkeit der Daten zu gewährleisten.



EcgMove 4 worn
Wie Sie diesen Fehler vermeiden können: Wählen Sie seriöse, für die Forschung geeignete Marken, die sich auf die Bereitstellung von Rohdaten spezialisiert haben und die Standards für die wissenschaftliche Forschung einhalten. Wenn Sie keinen Zugriff auf die Rohdaten haben oder sich bei einem Portal anmelden müssen, um die Ergebnisse zu sehen, handelt es sich wahrscheinlich um ein Consumer-Gerät. Sie sind nicht für hochwertige, publikationsfähige Forschung geeignet.

2. Verwendung der PPG bei ambulanten Messungen
Photoplethysmographische Sensoren (PPG) können für kurzzeitige stationäre Messungen in einer kontrollierten Umgebung nützlich sein. Bei realen ambulanten Messungen kann die PPG jedoch zu Ungenauigkeiten führen. Es ist schwierig, den Herzschlag präzise zu erkennen, was für genaue HRV-Berechnungen unerlässlich ist. Bewegungsartefakte und Rauschen sind unter realen Bedingungen häufig.

Wie Sie diesen Fehler vermeiden können: Um genauere HRV-Daten zu erhalten, sollte ein Elektrokardiogramm (EKG) verwendet werden, das einen eindeutigen Referenzpunkt (die R-Zacke im EKG-Signal) für die Erkennung von Herzschlägen hat. Diese Methode ist wesentlich zuverlässiger, insbesondere in dynamischen Umgebungen, in denen sich der Proband bewegen kann. Selbst PPG-Geräte von Forschungsqualität können in realen Situationen Genauigkeitsprobleme haben, so dass das EKG im Allgemeinen die sicherere Wahl ist.

3. Verwendung von Geräten, die nur IBI odermit niedriger Abtastrate aufzeichnen
Nicht alle EKG-Geräte sind gleich! Einige zeichnen nur die Inter-Beat-Intervalle (IBI) auf, was bedeutet, dass Sie keinen Zugang zu den Rohsignaldaten haben, um diese auf Artefakte zu überprüfen. Außerdem beeinträchtigen Geräte, die bei niedrigen Frequenzen (unter 1000 Hz) messen, die Genauigkeit und Präzision der HRV-Messung.

Wie Sie diesen Fehler vermeiden können: Stellen Sie sicher, dass das verwendete EKG-Gerät eine Abtastfrequenz von über 1000 Hz hat und mehr als nur die IBI aufzeichnet. Auf diese Weise haben Sie Zugang zu hochauflösenden Daten, mit denen Sie Artefakte erkennen und die Integrität Ihrer HRV-Messungen sicherstellen können. Daten von schlechter Qualität können zu verzerrten Ergebnissen führen, die den Wert Ihrer Forschung untergraben.

4. Kein Zugang zu Rohdaten
Rohdaten sind für genaue HRV-Messungen unerlässlich. Ohne sie können Sie keine Artefakte, Rauschen oder Anomalien in Ihren Daten erkennen, die Ihre Ergebnisse verfälschen könnten. Ohne Zugriff auf das EKG-Rohsignal befinden Sie sich bei der Interpretation der HRV im Blindflug.

Wie Sie diesen Fehler vermeiden können: Stellen Sie immer sicher, dass Ihre Messgeräte den Zugriff auf die Rohdaten ermöglichen. Wenn das Gerät es nicht erlaubt, die Rohdaten anzuzeigen oder herunterzuladen, ist es für Forschungszwecke ungeeignet. Dieser Schritt ist wichtig, um Probleme in den Daten zu erkennen, die die Gesamtanalyse und -interpretation beeinträchtigen könnten.

5. Isolierte Verwendung des EKGs
Selbst bei einem qualitativ hochwertigen EKG, das Rohdaten mit einer hohen Abtastrate aufzeichnet, kann die isolierte Verwendung der Daten zu unvollständigen Interpretationen führen. HRV-Daten allein liefern nicht den vollständigen Kontext dessen, was mit dem Probanden geschieht. Für eine genaue Analyse ist es wichtig zu verstehen, wie Umwelt- oder physikalische Faktoren (wie Bewegung, Temperatur oder Luftdruck) die Daten beeinflussen.

Wie Sie diesen Fehler vermeiden können: Zusätzlich zum EKG sollten weitere Signale wie Beschleunigungsmesser, Gyrometrie, Barometer und Temperaturdaten einbezogen werden. Diese kontextbezogenen Datenpunkte helfen den Forschern, die Umstände zu verstehen, unter denen die HRV-Messungen durchgeführt wurden, und geben einen besseren Einblick in die Reaktion des Körpers des Probanden auf verschiedene Situationen. Der Kontext ist entscheidend für die genaue Interpretation der HRV-Ergebnisse.

Klicken Sie hier, um mehr über die besten Methoden zur Erfassung genauer HRV-Daten zu erfahren.